Der Kamin qualmt: Ständig Ärger mit Nachbars Kamin

Fenster zu, es qualmt und stinkt aus dem Kamin

Wegen der ständig steigenden Energiepreise werden Kaminofen und Holzofen immer beliebter. Auch deshalb werden die Ordnungsbehörden und Schornsteinfeger immer häufiger zur Klärung von Beschwerden über qualmende und stinkende Kamine herangezogen.

Die Problematik der Geruchsbelästigung besteht meist darin, das viele Menschen einen Holzofen zum heizen kaufen, ohne auch nur ein quäntchen Grundwissen zur Befeuerung und zum Betreiben eines Kaminofens haben. Daraus resultieren zwangsläufig Qualmwolken die langsam aber stetig aus dem Kamin und dann durch Nachbars gute Stube ziehen.

Die Feinstaubbelastung der Umwelt steigt durch nicht sachgerechte Verbrennung enorm über die Grenzwerte an. Nicht selten werden solche Situationen von Nachbarn dokumentiert und zur Anzeige gebracht. Doch halt, es gibt zunächst noch einen einfacheren Weg:

Der Nachbar ist auch nur ein Mensch

Kamin qualmt

Nachbars Kamin qualmt

Ein klärendes Gespräch unter Nachbarn ist immer noch der erste und auch erfolgreichste Weg den man zunächst zu gehen versucht. Versuchen Sie gemeinsam mit dem Nachbarn die Ursache des qualmenden Kamins zu finden.

Meist ist der Grund für den Qualm nur nasses Holz oder Papierbriketts, welche nicht richtig verbrennen. Manchmal nur ein falsch eingestellter Luftschieber am Kaminofen. Die Triebfeder für den Ärger ist meist schnell gefunden.

Mein Nachbar sträubt sich:

Der Schornsteinfeger hilft

Führt ein klärendes Gespräch mit dem Nachbarn nicht zum messbaren Erfolg, führt der weitere Weg zum Bezirksschornsteinfegermeister. Der schwarze Mann findet meist die richtige Lösung und hilft dem Kamin auf die Sprünge, bis der Schlot nicht mehr qualmt. Die meisten Kaminkehrer, aber auch schon diverse Ordnungsämter haben sich bereits Holzfeuchtemessegeräte angeschafft um der Ursache des qualmenden Schornsteins und einer erheblich erhöhten Feinstaubbelastung schnell auf den Grund gehen zu können.

Was tun, wenn der Kamin qualmt?

Fünf mögliche Ursachen für einen qualmenden Kamin des Nachbarn:

  • Alter Kaminofen, der nicht mehr den neuesten Richtlinien entspricht
  • Der Nachbar verbrennt nasses Holz
  • Offener Kamin als Dauerbrenner
  • Verbrennung von lackiertem Holz
  • Verbrennung von Abfall und Müllresten und Kunststoffen
  • Falsche oder keine Luftzufuhr im Kaminofen

Wer nur trockenes Holz oder zugelassene Brennstoffe verbrennt, sich etwas Grundwissen über Kaminöfen und die Verfeuerung aneignet wird viel Spaß mit seinem Holzofen haben. Die Geruchsbelästigung beschränkt sich dann auf ein Minimum und die schwarzen Qualmwolken entstehen erst gar nicht. Der Nachbar ist zufrieden!

Zum Grundverständnis gehören zumindest Kenntnisse übers anheizen eines Kaminofens, zulässige Brennstoffe und deren Beschaffenheit, ebenso der emissionsmindernde und wirtschaftliche Betrieb eines Holzofens. Kenntnisse rund um die Brennholztrocknung sind natürlich gleichermaßen wichtig.

43 Kommentare… Kommentar hinzufügen
  • lackmus Link Antworten

    Dieser Beitrag ist nur bedingt hilfreich.

  • Michael Gerwenat Link Antworten

    Mein Nachbar feuert mit Kohle, und wenn sie anfeuern dann Qualmt und stinkt es ca. 1,5 Stunden lang, es ist wirklich schlimm, man kann kein Fenster aufmachen, der ganze Hof stinkt
    Vor Jahren hatte ich einen Nachbarschaftsstreit, wegen einen Qualmenden und stinkenden Schornstein vom Nachbar.
    Der Schornsteinfeger wurde informiert und schaute sich den Schornstein und die Feuerstätte an, sein Urteil alles in Ordnung, er bat die Leute richtig zu Feuern und damit war die Sache für ihn Erledigt.
    Das ging nur ein paar Tage gut dann Qualmte es wieder beim anfeuern 1,5 Stunden lang.
    Mit der Zeit Dämmte ich mein Haus Verputze alles und Verpasste meiner Hinteren Fassade einen neuen Anstrich.
    Doch was Passiert der Nachbar fängt wieder an zu feuern, der Ganze Qualm zieht an meiner neuen Fassade vorbei und es Qualmt und Stinkt wieder 1,5 Stunden lang.
    Was tun? ich rief den Bezierksschornsteinfeger an und beschwerte mich deswegen bei ihm, und wollte Schadensersatz von ihm verlangen, wenn im Zuge des Qualms meine Fassade nach eine Jahr wieder neu gestrichen werde müsse, weil, er hat ja die Feuerstätte genehmigt, er meinte er könne nichts tun ich solle eine Anzeige beim Ordnungsamt machen, dann könne er etwas machen, gesagt getan ich machte eine Anzeige beim Ordnungsamt.
    Beim Nächsten anfeuern qualmte und Stinkte es wieder, und ich rief das Ordnungsamt an damit jemand sich das anschauen solle, es kam jemand nach zirka 1Stunde und 20Minuten vorbei Überzeugte sich selbst und Verschwand wieder.
    Am nächsten Tag rief ich das Ordnungsamt an und erkundigte mich der Dinge, die frau vom Ordnungsamt sagte zu mir das sie mit dem Schornsteinfeger gesprochen habe und er meinte er könne nichts machen.
    Meines Erachtens hat der Schornsteinfeger seinen Job Verpeilt und ist nicht mehr in seine Entscheidung Mündig.
    Was kann ich jetzt machen???

    • Klaus Link Antworten

      Hallo,
      zu Beginn würde ich immer das Gespräch mit dem Verursacher suchen um zu einer gütlichen Einigung zu gelangen. Ihren Ausführungen kann ich nicht entnehmen, ob schon ein Gespräch stattgefunden hat. Falls dies nicht hilft, würde ich bei einem spezialisierten Anwalt eine Rechtsauskunft einholen.

  • Ein Hallo aus Lindenau,
    auch ich habe in meiner Nachbarschaft zwei Fälle wo jeder dieser Nachbarn bis zu 10 Stunden am Tag mit Holz und teilweise Abfällen heizt.
    Ich kenne viele derartige Fälle. Der Schornsteinfeger hilft da selten. Ändern wird sich für die Betroffenen erst etwas, wenn sich die Gesetze ändern. Die Bundesrigierung nimmt die Belastung der Umwelt und iher Bürger mit z.T. hoch giftigen Rauch u. Feinstaub gern in Kauf um Öl und Gasimporte zu sparen.
    Wenn jeder Ofenbesitzer 5.000 Euro Steuer im Jahr zahlen müsste, wäre der Spuck schnell vorbei und tausende Betroffene könnten wieder aufatmen. Ganz nebenbei würden in vielen Städten Deutschlands die Feinstaubwerte drastisch sinken, was auch eine Forderung unser Umweltministerien sein sollte.

    Auf das Thema angesprochen
    gibt es nur eine kurzfristige oder keine Besserung.
    Beider Nachbarn sind Rentner und heizen nicht aus Geldmangel sondern aus purer Langeweile ggf. aus Bosheit. Sie wissen genau, dass ihr Verhalten die Nachbarn nervt.

    • Malle Link Antworten

      @Urle: …Wenn jeder Ofenbesitzer 5.000 Euro Steuer im Jahr zahlen müsste, wäre der Spuck schnell vorbei…
      A: .. und jeder Dieselfahre 10.000 Euro pro Jahr – dem werden sicherlich die Diesel-Fahrer nicht zustimmen, denn sie können ja nichts dafür ????

  • Müller Link Antworten

    Autos müssen mit einen Kat ausgerüstet sein, warum darf der Nachbar auf Teufel komm raus meine Atemluft verpesten.???

  • Grohmann Karl-Heinz Link Antworten

    Auch wir haben das Problem. Wenn ich in den Garten gehe, muß ich
    wegen des Gestanks wieder ins Haus gehen und alles verriegeln. Mein Nachbar heizt ein 350 m2 Haus ausschließlich mit Holz. Umweltamt und Kaminkehrer wurden eingeschaltet. Zwecklos. Kaminkehrer meint alles i.O. Holzfeuchte wird zweimal in der Zeit von 5 bis 7 Jahren gemessen.
    Ich habe den Kaminkehrer gefragt ob er mich verarschen will. Ein Vorgänger vom jetzigen Kaminkehrer hatte auf meine Beschwerde geantwortet : Ich bin doch nicht blöd und sag da was, der kann sich doch sofort einen anderen Kaminkehrer nehmen. Wenn man sich das ganze Gerede mit den Abgaswerten bei Volkswagen anschaut, muß man sich fragen ob beim Umweltamt sowie bei den Kaminkehrern eine ähnliche Baustelle ist. Interessant ist aber, daß man gegen diese Art von Umwelt Verschmutzung im Augenblick nichts tun kann. Armes Deutschland.

  • Gerhard Grebien Link Antworten

    Der Schornsteinfeger meint man solle ein Protokoll erstellen und nachweisen wann der Kamin stinkt, ev. auch Fotos machen. Alles gemacht und es passiert nichts. Er sagt wir müssen abwarten.
    Kann mir einer sagen welche Behörde zuständig ist? Ich fühle mich in meiner Gesundheit bedroht. Es stinkt nicht nur, nein ich muss meinen Garten und meine Terrasse verlassen um nicht durchzudrehen. Ich bin fast am Ende. Einige Gespräche mit dem Nachbarn haben überhaupt nichts gebracht, er stinkt, rust und gefährdet mich weiter.
    Hat jemand einen guten Tipp für mich?
    Ich währe sehr dankbar.
    GG

    • Katja Harper Link Antworten

      Hallo,
      ich mache seit zwei Jahren die gleiche Erfahrung. Keiner fühlt ich zuständig. Habe zunächst mehrere freundliche Gespräche mit dem Nachbarn geführt, war beim Ordnungsamt, beim Landratsamt, habe mit dem Ortsvorsteher gesprochen, habe die freiwillige Feuerwehr dagehabt … Es tut sich nichts. Der Schornsteinfeger sagt, er habe alles kontrolliert und nichts zu beanstanden. Alle gaben mir den Rat, mich an einen Rechtsanwalt zu wenden. Ich habe mich bereits erkundigt, die Aussicht darauf in einem solchen Fall Recht zu bekommen ist sehr gering… Viele Grüße von Katja Harper

    • EberhardUns Link Antworten

      Uns geht es ganz genau so, es ist einfach widerlich und zehrt an den Nerven…

  • schroeder Link Antworten

    Wenn die Gesundheit bedroht ist, Gesundheitsamt einschalten, ggfls. via Hausarzt mit Attest.
    Je mehr Personen umso besser.
    Gruß Schroederman

  • Martina Link Antworten

    Hier in Schuby bei Schleswig haben wir eben das Problem, im Winter abends kann man garnicht hinausgehen weil man sonst erstickt. Im Sommer heizen und grillen die Nachbarn ohne Rücksicht. Meist stinkt es dann nach Holz und extrem nach Brennspiritus. Könnten nicht gesetzlich Zeiten vorgegeben werden. Danach ist doch Allen genüge getan.

  • Erhan Link Antworten

    Ich hatte das selbe Problem mit meinem Nachbarn, ständig war der schlecht drauf und zuerst wusste ich gar nicht wieso. Bis er eines Tages wütend die Klingel penetrierte und sich bei mir vor der Haustür ausgekotzt hatte. Verständlicherweise rief ich den örtlichen Schornsteinfeger und ließ ihn meinen Ofen und den Schornstein komplett reinigen, kleine Kunststoffteilchen und Verschmutzungen waren die Ursache. Seitdem gibts keine Probleme mehr, habe mich natürlich bei meinem Nachbarn entschuldigt. 🙂

    • Tobias Link Antworten

      Wir sind vor ein paar Jahren aus der Innenstadt in einen Vorort aufs Land gezogen, weil wir dachten hier wäre es ruhiger und die Luft besser. Pustekuchen, ich habe seitdem Asthma entwickelt, weil hier gleich mehrere Nachbarn von September bis Mai ausschließlich mit Holz heizen. Nicht mit modernen Pelletöfen oder dem gut gewarteten Kaminofen vom Fachmann, sondern mit alten Schwedenöfen oder Kachelöfen, die seit ihrer Inbetriebnahme vor Jahrzehnten sicher nie richtig gewartet oder gereinigt wurden. Zudem wird alles Mögliche verbrannt, von Gartenabfällen bis alten Möbeln und das richtige Brennholz wird grundsätzlich im Freien gelagert, ohne Plane, ohne Dach, einfach an der Hauswand hingekippt. Die Rauch- und Geruchsbelästigung ist den ganzen Winter über unerträglich und die 10 Meter von der Garage bis zum Hauseingang reichen in der Regel dafür, dass man so nach giftigem Rauch stinkt, dass alle Kleider in die Wäsche und die Haare gewaschen werden müssen. Vor allem bei Inversionswetterlage kann man kein Fenster mehr öffnen und nicht mehr rausgehen, weil man durch die Holzöfen und deren Abgase regelrecht vergiftet wird. Gemeinde und Schornsteinfeger machen aber rein gar nichts, weil sie keine wirkliche Handhabe haben und die Holzheizer sich ja auch jederzeit einen neuen Schornsteinfeger nehmen können. Da die Gemeinde von Grünen und Roten regiert wird, muss man sich sogar noch den üblichen Blödsinn vom ökologischen, nachwachsenden Rohstoff Holz anhören und wie toll der doch ist, obwohl jede Ölheizung mit schwefelfreiem Heizöl und Filter so wie unsere um den Faktor 1000 weniger Schadstoffe und Umweltgifte ausstößt als eine Holzheizung. Und durch den permanenten Feinstaub in der Luft habe ich jetzt wie gesagt Asthma, was ich mitten in der Innenstadt, wo mehr mit Gas und Öl geheizt wird und am Tag zehntausend Autos am Haus vorbeigefahren sind, vorher nicht hatte. Von den Behörden bis hoch zum Umweltministerium gibt es zudem gar keine Hilfe, denn die leben nur ihre Ideologie, wollen aber nicht wirklich etwas für die Umwelt und die Gesundheit der Bürger tun oder die echten Feinstaubquellen reduzieren. Auch beim Anwalt gab es lange Gesichter, denn der schätzt die Erfolgsaussichten für Klagen als sehr gering ein, zumal jeder Holzofenbetreiber separat verklagt werden müsste, und das wäre die halbe Nachbarschaft. Falls also andere Betroffene mal ähnlich der DUH, die pauschal gegen den Diesel vorgeht, mal einen Klage- und Abmahnverein gegen Holzöfen ins Leben rufen sollten, wäre ich sofort dabei, auch mit finanziellen Spenden!

  • thurm Link Antworten

    Hallo auch mein Nachbar qualmt und Stink der Kamin den Ganzen Tag, Fenster aufmachen kannste vergessen auf Terrasse gehen kannste vergessen, Alten Kartoffelsack beiim in den Kamin stecken, sonst is wohl keine lösung in sicht

  • Suschenko Link Antworten

    Also unser Kamin ist diesen Februar abgenommen worden. Wir heizen den ganzen Winter. Unser Nachbar meinte jetzt der Kamin wäre zu tief, da er nicht lüften kann. Er hat sich aber selber in seinem Fussballalkoholikerschuppen nebenan ein Ofen gesetzt wo seine Edelstahlabzugsrohre 3 m tiefer liegen als mein Kamin und jetzt? Gebe da garnichts drauf. Punkt 1- Wir sin Mieter. Punkt 2- prozentual liegt unser Holz vom Trockenheitsfaktor voll im Soll. Punkt 3- Vielen ist nur langweilig….außer es qualmt ununterbrochen..da geh ich mit. ANSONSTEN korrekt befeuert ist alles gut… Besinnliches Fest an Alle

  • Regina Link Antworten

    Es ist schon paradox. Unsere Winter werden immer wärmer und trotzdem heizen immer mehr Menschen regelmäßig mit Holz. Es sind mittlerweile mehr als 15 Millionen Haushalte und die Tendenz ist stark steigend. Das Mittelalter lässt grüßen.
    Auch wir haben Nachbarn, welche 8 Monate im Jahr ihren stinkenden Kaminofen täglich! von morgens bis zum späten Abend betreiben. Rücksichtnahme ist für diese Menschen ein Fremdwort. Da wird auch von CO2-Neutralität gefaselt (was ein Witz ist) und davon, dass das Heizen mit Holz die sauberste Art des Heizens ist. Es ist zum totlachen.
    Nach neuesten Zahlen (WDR Aktuelle Stunde) sterben jährlich 2500 Menschen allein an den krebserregenden Abgasen von Kaminen und Kaminöfen. Das ist in zehn Jahren eine Kleinstadt!!!
    Aber man kann sich die Dinge natürlich auch schönreden, so wie einige Leute es hier tun. Von Einsicht keine Spur. Sobald es an die Komfortzone der Menschen geht, ist es vorbei mit Rücksicht, Einsicht und Co. Bloß auf nichts verzichten. Ein Feuerchen im Kamin ist ja soooo schön.
    Ich arbeite in einer Apotheke und habe jeden Tag verzweifelte Mütter vor mir stehen, deren Kinder!!! an chronischen Atemwegserkrankungen leiden. Auch hier ist die Tendenz stark steigend. Woher kommt das wohl, liebe Holzheizer?
    Da spricht die Politik von weiteren Plaketten und Fahrverboten für Autofahrer – und die Holzheizer? Die dürfen weiter ihre krebserregenden Abgase in die Luft blasen.
    Wie wäre es mit einer saftigen Steuer auf Holzöfen? Wer die Luft verpestet, soll zumindest zahlen! Und der Fiskus hätte auch seine Freude daran.
    Auch der wertvolle Rohstoff Holz ist viel zu billig zu haben. Auch hier eine saftige Steuer drauf! Eine Art Luxussteuer! Bei den Autofahrern geht es doch auch!
    Auf der Insel Helgoland wurde, wegen der schlechten Luft, das Heizen mit Holz verboten. Daraufhin gab es ein Bürgerbegehren, weil die Holzheizer sich in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt fühlten. Daraufhin wurde das Verbot leider wieder aufgehoben. Da wären wir wieder beim Thema Komfortzone…
    Ich empfehle allen die Dokumentationen „Die Holzlüge“ und „Auf dem Holzweg“.
    Und das Gerichtsurteil A2. 3029 / 08 LG Dortmund vom 3. April 2009.
    Auch unter „Deutsche Umwelthilfe“ und „Clean heat“ bekommt man sehr gute Informationen.

    • Jutta Link Antworten

      Danke Regina, Du sprichst mir aus der Seele. Die Gesundheit des Einzelnen, vor allem der Kinder wird wissend auf’s Spiel gesetzt.

      Ich werde hier auch seit Monaten zugeräuchert. Dem Schornsteinfeger ist das Problem bekannt, er sagt es ist falsches Heizverhalten. Das Ordnungsamt könne nichts tun, das Umweltamt will auch nichts tun. Meine Hausbewohner stört es, die sind aber zu bequem um sich mit mir zusammen zu tun. Reden mit dem Hauptverursacher hat auch nichts gebracht. Ist doch Sch… alles…

      Was ich zu dem Thema im Netz gefunden habe, Chancen gleich Null alleine etwas zu erreichen. Das sagte das Ordnungsamt auch. Vor 14 Tagen hatten wir 3 Tage sehr nebliges Wetter. Ich bin hier fast zusammengebrochen. Mir war übel, der Kreislauf hat Scheibe gespielt, ich hatte Atemnot! Vor lauter Verzweiflung habe ich mir dann umgehend einen Luftreiniger angeschafft, der auf jeden Fall Linderung bringt.

      Hauptsache die ganzen Holzheizidioten um mich herum können Geld sparen und ich darf es meiner Gesundheit zuliebe ausgeben. Ich hoffe die verrecken alle an ihrem eigenen Feinstaub, ehe es unschuldige Menschen und vor allem die Kinder trifft. Was ich mich frage… riechen die das nicht selber? Lüften die nie oder wie?

      • Ich wohne auf dem Dorf wo überwiegend mit Holz geheitzt wird und oft mit unerträglichem Gestank. All das Gesagte über Schornsteinfeger, Ordnungsamt , Gesundheitsamt trifft auch bei mir zu 100% zu.Ein Anruf beim Umweltbundesamt scheint auch nichts zu bringen, die Beschwerde wurde nur aufgenommen , wird wohl im Sande verlaufen.Das einzigste was helfen könnte wäre einen Bund der Holzfeuerungs-Geschädigten zu gründen. Wie heißt es doch – zusammen sind wir stark!

        • Volker Link Antworten

          Hallo Karl,
          ich stimme Dir absolut zu einen Bund für Holzfeuerungs-Geschädigte (BfHfG) könnte man vielleicht so nennen,
          zu gründen!!! Ich glaub das wir innerhalb kürzester Zeit viele Mitglieder hätten das dann solche Probleme wie es andere User schildern endlich von unserem Staat wahrgenommen werden würde und nicht wie Schlottfeger, Landratsamt etc. unter den Tisch gekehrt werden würde. NIEMAND hat das Recht die Luft anderen so zu verpesten das evtl. Gesundheitsschäden dadurch entstehen!!!
          Unserem Staat muss einfach mal in den Hintern getreten werden damit dieses Problem endlich mal Aufmerksamkeit
          erregt und die Gesetze dann endlich geändert werden müsten!!!
          Mach mit ich bin dabei, lass es uns tun, gründen wir eine Partei
          und es werden mit Sicherheit mehr zu uns stoßen die froh sind das wir den Anfang gemacht haben – denn zusammen sind wir stark!!!
          Melde Dich ich warte auf Deine Antwort!

    • Oliver Scholtz Link Antworten

      der wertvolle Rohstoff Holz ist in der Tat viel zu billig, aber das ist wohl politisch auch so gewollt, damit über die “nachwachsenden Rohstoffe” Nachhaltigkeit und eine Reduzierung des CO2 Ausstoßes vorgegaukelt werden kann – es gibt sogar eine Holzpelletquote die erfüllt werden muss. Da wird viel mehr gefällt als in der Zeit nachwachsen kann und so verschwinden immer mehr Hecken und mit ihnen die Vögel und anderen Bewohner… und die Feinstaubwerte steigen.

  • Über den Bezirkschornsteinfeger ist nicht viel zu holen und wenn der sein Okay gibt, macht die Stadt selber nichts.

    Da hilft nur eines. Man muss über Bande spielen. Man sollte eine regelmäßige Messung der Feinstaubbelastung durchführen und bei nachgewiesenen stark erhöhten Werten, die Stadt per Anwalt zu einem Aktionsplan bewegen. Es dürfen ja jetzt auch Privatpersonen diesen Schritt gehen laut EU.

    Ihr werdet nicht glauben, wie schnell die Stadt aktiv werden kann. Und es ist billiger als mit dem Verursacher einen Rechtsstreit anzufangen. Ist doch besser, wenn die Stadt das tun muss. 🙂

  • Man kann es wirklich nicht mehr hören. Die meisten dieser Menschen hier sind wahrscheinlich so welche die von der Stadt geflohen und auf’s Land gezogen sind um in idyllischer Umgebung zu leben. Leider haben diese Leute aber kein Interesse am Landleben. Außer der rauchenden Kamine gibt es auch kein Verständnis, das Sonntags mal ein Traktor fährt, die Kuh oder Kirchenglocken läuten ein Hahn kräht oder es nach Stall riecht.
    Alle die wirklich gesundheitliche Probleme haben sind nicht angesprochen und ich denke mit etwas gutem Willen wird sich dort eine Lösung finden.

  • Regina Link Antworten

    Seht Euch bitte die folgende Seite des Umweltbundesamtes an:

    Emissionen aus Kleinfeuerungsanlagen in Wohngebieten

    Auch geschlossene Kaminöfen sollten nicht regelmäßig betrieben werden, weil sie durch die Emissionen die Gesundheit in der Nachbarschaft stark belasten können. In der Rechtsberatung wird häufig auf ein Gerichtsurteil verwiesen, in dem eine Häufigkeit des Betreibens von Kaminen und Kaminöfen von bis zu 8 mal im Monat eine obere Zumutbarkeitsgrenze darstellt, die Zumutbarkeit richtet sich aber auch nach der Dichte der Bebauung in der Umgebung.

    Es gibt dieses Gerichtsurteil und darauf könnt Ihr Euch berufen. Und wenn es nicht anders geht, dann müsst Ihr die Verursacher eben verklagen. Es geht um Eure Gesundheit!!!

  • Eberhard Link Antworten

    Gibt es eine Möglichkeit online eine Seite einzurichten, auf der alle ihre durch Holzheizungen belasteten Probleme darstellen könnten und sich gemeinsam wehren könnten?

  • helmut block Link Antworten

    Ich wohne in der Mitte ,und rund um zu Nachbarn ,die mit Holz heizen. Ich kann kein Fenster öffnen um zu lüften ,denn egal von welcher Seite der Wind kommt ,der Rauch kommt zu mir .Früher zog der Rauch noch steil hoch ,aber neuerdings waagerecht in meine Fenster .Der Schornsteinfegermeister hat die Holz-Feuchte schon bei den Nachbarn gemessen ,waren OK .Was kann ich unternehmen ?

  • Oliver Scholtz Link Antworten

    Ich habe auch das Problem, daß genau in Süd-Westlicher Richtung von meinem Schlafzimmerfenster ungefähr auf gleicher Höhe der Kamin des Nachbarn liegt der der fast rund um die Uhr raucht und stinkt – lüften ist Glücksache, wenn ich Pech habe und kurz raus gehe habe ich nach ein paar Minuten eine Räucherkammer…
    Wenn man bedenkt, daß die Schadstoff- und Feinstaubbelastung enorm hoch ist, sollte es doch Möglichkeiten geben, daß sich alle Betroffenen zusammentun und die Politiker zwingen endlich entsprechende Gesetzesänderungen vorzunehmen, die den Gesundheitsschutz mehr, bzw. überhaupt berücksichtigen !
    Wenn man bedenkt, wie strikt die Gesetzgebung beim Nichtraucherschutz ist, ist es doch lächerlich, daß diese viel größere gesundheitliche Belastung einfach ausgeblendet wird !!!
    Hab es so satt mir meine Lebensqualität so einschränken zu lassen, damit der Nachbar günstig heizen kann und die Politik Nachhaltikeit vorgaukeln kann !!
    Ein anderes Problem bei diesen ganzen neuen Holzpelletanlagen ist nämlich die “Produktion”/Beschaffung des Holzes dafür.
    Immer mehr Wallhecken an Äckern verschwinden und die Vögel finden immer weniger Nistmöglichkeiten – Thema Singvögelsterben – ich habe mich hierzu mit einem Zuständigen Bezirksvertreter zu einer solchen Fällaktion unterhalten und er hat zugegeben, daß eigntlich vorgesehen sei 50 Meter zu fällen, dann 50 Meter stehen zu lassen usw. – das sei aber nicht wirtschaftlich ! Außerdem gäbe es Holzpelletquote die jedes Jahr erfüllt werden müßte…
    So verschwinden die wertvollen Hecken im Schredder, damit sie anschließend ungefiltert verheizt werden können… Jedes Jahr sterben an den Folgen von Feinstaub 65000 Menschen in Deutschland und die manipulierten Dieselfahrzeuge sind wohl eher nur ein kleiner Teil des Problems…
    Höchste Zeit für einen Zusammenschluss aller Betroffenen !

  • Wie schön dass es jetzt viele Menschen gibt, denen diese enorm belastende Stinkerei auffällt. Ich war 2012 im Winter das erst mal so richtig Krank, so einen Husten kannte ich noch nicht. Ursache war ein nachts mit Kohle heizender Nachbar. Ich ich hatte das Fensten im beim Schlafen immer auf Kipp. Seitdem sind die Winter Glückssache. Der Nchbar war 2012 auch nicht besonders ansprechbar wegen der Situation, auch nicht der Schornsteinfeger… die dachten ich wäre verrückt. Jetzt entsteht eine kleine Gegenbewegung und vielleicht wird es mal zu einer “Lobby”. Gerade aktuell muffelt der Nachbar wieder Nachts mit seinem Dauerkohlegestank. Diesmal ist das Thema aber bekannter und ich werde wieder einen Versuch starten und das Leben wieder gesünder zu machen.

  • Andreas Z. Link Antworten

    Wir haben hier in der Eifel auch einen tollen Nachbarn.
    Das ganze Haus wird mit Holz gewärmt. Bis vor zwei Jahren auch das ganze Warmwasser.

    Es nervt nur noch:
    Holz in den Garten fahren – Lärm
    Holz spalten, bevorzugt in der Mittagszeit oder am Wochenende – Lärm
    Holz mit der Kreissäge kleinmachen – immer mittags – Lärm
    Und dann feuern – Gestank

    Der Typ scheint ein Kleinkraftwerk zu haben, der Schornstein ist bestimmt drei Meter hoch und zwei Meter mal einen im Format.
    Wenn der damit anfeuert, dann gute Nacht.
    Tonnenweise Papier dazu, man riecht es und dann qualmt und stinkt es
    die ganze Nachbarschaft voll. Im Winter drei bis vier Mal am Tag.
    Besonders angenehm bei leicht regnerischem Wetter, da qualmt es dann runter und in den Höfen bleibt der dicke Qualm hängen.
    Wer dann mal gerade ein Fenster aufhat, hat den Gestank in der Bude.
    Damit die Herrschaften es also schön warm haben, dürfen hier zehn Anwohner leiden.

    Wie gesagt, früher wurde noch Wasser damit gemacht, im Sommer war das ganz toll – heiße Nächte, man hat die Fenster auf – und um 5.30 Uhr flogen die Leute reihenweise aus den Betten, weil dort Duschwasser gemacht wird.
    Irre.

    Sind auch sonst ziemlich rücksichtslose Zeitgenossen.
    Illegal Abfall im Garten verbrennen, sonntags Flex anschmeissen, Hauptsache die sind mit ihrem Kram durch.
    Man könnte einen Anwalt alleine auf die ansetzen.

    SO lernt man Menschen hassen.

    Die Tage, Wochen und Monate, die einem solche Zeitgenossen – ich weigere mich MITMENSCHEN zu sagen – mit Belästigung in Form von Lärm oder Gestank (und an manchen Tagen beides gleichzeitig) kaputtgemacht haben,
    können einem nie wieder ersetzt werden.

    Aber Hauptsache mit Holz heizen.

    • Hartmut Schulz Link Antworten

      Hallo Leute, seit Ihr wirklich sicher, daß Eure Ölheizungen soviel geruchsärmer sind ??? Wer richtig mit Holz heizt belästigt die Nachbarn auch nicht mehr . Ich heize seit 35 Jahren mit Holz, ohne Beschwerden .

  • Käthe Koch Link Antworten

    Da Schornsteinfeger und Gemeinden machtlos sind. Es stinkt als würde Gummi verbrannt. In der Schweiz hat man jetzt die Asche untersucht und ist dahinter gekommen was alles verbrannt wird.

  • Hartmut Schulz Link Antworten

    Übrigens in Deutschland ist der Bezirksschornsteinfegermeister der zuständige Mann …

  • Marius Link Antworten

    Ich habe hier in meiner neuen Wohnung ebenfalls das Problem. Ein Nachbar verpestet die Luft, man kann nicht mal mehr lüften geschweige denn das Fenster auf kipp stellen, wenn er heizt. Natürlich hat der Vormieter nichts davon erzählt. Die anderen Mieter kennen das Problem. Man habe sich schon vielfach beschwert, beim Schornsteinfeger und dem Ordnungsamt. Fazit: Alles in Ordnung, Nachbar gelobte die Tipps des Schornsteinfegers zu beherzigen usw. Was das an der Situation geändert hat: Nichts. Seither habe sich der Qualm eher verstärkt und es werde noch mehr geheizt. Leuchtet irgendwo ein, wenn es sogar offiziell abgesegnet wird.

    Ich jedenfalls schaue mich schon nach einer neuen Wohnung um, hier halte ich es keinen zweiten Winter aus! Mein Mitgefühl an alle, die ein Haus oder Wohneigentum besitzen und neben so einem Stinker dauerhaft wohnen müssen.

  • Simon Link Antworten

    So Ich als Stinker schriebe nun auch was.
    Mein Haus muss während drei Monaten sporadisch Nachgeheizt werden mit einem Holzofen mit Wassersatz. Den 10 Jährigen habe ich vor 3 Monaten ersetzt da dieser zu viel Wärme an den Raum abgegeben hat. Seit ich den neuen in Betrieb habe. Haben sich meine Nachbaren zu recht beschwert das es Stinkt den es Stinkt wirklich. So vorher habe ich es Jahrelang geschaft zu feuern ohne nur eine einzige Rklamation oder selbst etwas festzustellen. Neuer Ofen welcher angeblich die Strenge Ö-Norm einhält und es Stinkt. Kaminfeger war da hat Tipp gegeben habe ich befolgt hat nichts gebracht. Aber es gibt zwei möglichkeiten ich verfirere oder die nachbaren verstinken. Weiteres Problem die ach so umweltfreundliche Wärmepumpe von meinem Nachbaren erzeugt an der Hauswand einen Unterdruck und zieht die Rauchgasse bis auf den Boden runter. Ich habe schon etliche Stunden getüftelt Lufteinstellung geändert und und aber bis jetzt ohne erfolg. Aber eines ist klar für die Knapp 1.5 Steer welche ich im Winter verbrenne Schaffe ich mir kein anderes Heizsystem an. Die Ölheizung machen im übrigen im Betrieb Lärm und stinken auch aber an den geruch haben sich die meisten so gewöhnt dass sie ihn nicht warnehemn. Aber mein Nachbar der am mesten Reklamiert wohnt auf dem Land weil es die Natur so liebt, den wenn ihn nicht der Gestank der Heizung oder Kühe stört dan Stört ihn das Laub der Bäume die es auf sein Land weht.

  • rudi Nickel Link Antworten

    Hallo ,
    gibt es schon Menschen , die sich zusammengeschlossen haben und
    gegen die Rauchbelästigung durch Öfen klagen ?
    Es gibt ja ein Recht auf körperliche Unversehrtheit .

  • Hallo, so wie ich alles gelesen habe, kann man nix machen wenn man einen bösen Nachbarn hat der immer heizt. Wir haben auch schon mit ihn gesprochen, aber nur blöde Antworten bekommt man. Er meint im Winter öffnet man keine Fenster. Also muß ich den Feinstaub und Qualm in Kauf nehmen.

  • Torben Link Antworten

    Hoffentlich kommen bald entlastende Gesetze !!!
    Ich würde niemals andere Menschen gesundheitlich belästigen.

  • Heidi Link Antworten

    Bei mir auch… ich wohne im dritten Stock. Der Block ist im rechten Winkel gebaut, mein Balkon an der inneren Ecke. Da sammelt sich der Karminqualm von einem Haus auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Schrecklich, ich kann die Balkontür nicht auf machen. Manchmal sammeln sich sogar auch Dieselabgase, zweimal die Woche, wenn der Wertstoffhof auf hat und eine Autoschlange (Kombis oder große Familienkutschen mit Anhänger) vorbei rollt. Aber das mit den Karminen ist halt ein ständiges Problem. Wäsche raushängen – geht nicht. Innen aufhängen geht auch nicht, sonst schimmelts. Wenn ich von hier oben in das Viertel runtersehe, wo die vielen Wohnhäuser der “besseren” Leute stehen… 50 % der Karmine qualmen von früh bis spät und an manchen Tagen sammelt sich alles zu einer Riesennebelwolke über dem gesamten Gebiet an… das sehen die von da unten natürlich nicht, diese Umweltverschmutzer. Na ja, vornehm geht die Welt zugrunde – der Egoismus ist schuld. Den Politikern ist das vollkommen egal, die sind nur an Wirtschaftswachstum und Macht interessiert. Unsere Gesundheit interessiert die nicht, die Umwelt wird belastet auf Teufel komm raus, um die Wirtschaft anzukurbeln. Die BASF musste die Produktion drosseln, weil kaum noch Wasser im Rhein ist… aber als weiter. Das Karminqualmen wird nicht verboten, weil es nur Mehraufwand ist, wenn Nachbarn klagen und die Politik keinen Nutzen davon hat. Denn die Politik will scheinbar, dass wir bis über 70 arbeiten und dann umfallen…

  • Auch wir haben seit Anfang des Jahres das Problem: Rauchgestank. Wir wohnen im 2. OG und haben leider Gottes alle Fenster auf einer Seite (nach Westen hin). Es ist der reine Wahnsinn. Von Januar bis März Kamin, fast jeden Tag. Ab April wurde gegrillt wie blöd plus Zigarettengestank. Und dann ging es im Sommer los mit irgendwelchen Feuerschalen oder wo auch immer der Mist herkam – es stank bestialisch den gesamten Sommer lang, mind. zwei bis vier Mal pro Woche, über Stunden, den ganzen Abend lang bis tief in die Nacht (wenn um 2 Uhr früh Ruhe war, konnte man sich freuen). Bei 28 Grad in der Wohnung eine Zumutung. Wir suchen schon nach einer neuen Bleibe – inzwischen seit einem halben Jahr. Der Mietmarkt ist in unserer Region sehr angespannt.

    Jetzt ist es wieder Winter. Heute hat es richtig giftig gerochen, u.a. nach verbrennenden Gummireifen (so würde ich den Geruch beschreiben), von 14 Uhr an und nach wie vor stinkt es draußen (um 3 Uhr früh). Wir haben trotzdem gelüftet, weil es nicht mehr ganz so schlimm war wie die Stunden zuvor, aber natürlich riecht es jetzt rauchig in der Wohnung. Der Luftreiniger war die beste Anschaffung dieses Jahr…

    Morgen wieder eine Hausbesichtigung. Ich bete, dass es dieses Mal klappt und das Haus auch gut ist. Ich bin mit den Nerven völlig am Ende, ich habe schon Panikattacken und wirkliche Zusammenbrüche durch den ständigen Gestank. Ich bin psychisch richtig am Ende. Es vergeht kein Tag, an dem mal nicht beim zweimaligen Lüften pro Tag etwas in die Wohnung zieht… Wirklich kein Tag. Es stinkt immer irgendwo und irgendetwas. Ich bin wirklich nur noch fertig, müde, ich kann nicht mehr. Ich mache mir auch Sorgen um meine Familie, die dieses Gift täglich mindestens einmal in den Wohnräumen einatmen muss.

    Ordnungsamt, Umweltamt, Schornsteinfeger – keiner ist zuständig, keiner hat uns geholfen… 🙁 Andere Nachbarn im Haus sind auf anderen Höhen oder haben zusätzlich Fenster in andere Richtungen. Ich vermute, dass kein anderer die Scheiße so extrem abkriegt wie wir. Ich kann mir sonst nicht erklären, warum es außer uns keinen stört…

    Bin froh, hier andere Betroffene zu lesen. Sonst kam von allen nur Unverständnis à la “Da darf man halt nicht so empfindlich sein” oder “Da muss man halt die Fenster mal zulassen”. Wir wohnen in einem KFW 70 Haus mit kontrollierter Wohnraumlüftung. Die benutzen wir schon gar nicht mehr, weil die den Dreck über Nacht oft so reinzieht, dass ich immer mit einer Art “Raucherhusten” aufgewacht bin (obwohl ich nicht rauche). Aber na ja, hier gibt es halt keinen automatischen Luftaustausch bzw. nur geringfügig, so dass die Luft nach 6-8 Stunden wirklich verbraucht ist. Wir MÜSSEN lüften…

    Bin echt nur noch verzweifelt. Mich macht das psychisch krank.

    • Ach, noch was – Jörg Kachelmann engagiert sich seit einiger Zeit sehr für das Problem. Vielleicht könnte wirklich mal jemand eine Petition eröffnen, das kann man doch irgendwie auf der Bundestagsseite machen, so dass das bei so und so vielen Unterschriften überpürft wird? Und Kachelmann vielleicht um Unterstützung bei der Bekanntmachung bitten?

  • Christoph Link Antworten

    Wohne auch auf dem “tollen” Land. Habe ebenfalls einen Nachbarn in Hauptwindrichtung SW Lage, der seine ganze Bude mit Holz heizt. Ist Landwirt und lebt zu über 50% von Subventionen. Verheizt das Holz, was er umsonst aus städtischen Grünflächen gewinnt. Dort holt er auch sein kostenloses Heu her, was er dann an seine Pferdeeinsteller verkauft. Heu schneidet er, wenn das Wetter passt und nicht nach den gesetzlichen Vorgaben. Rehkitze werden dann eben geschreddert. Jeder Grünstreifen neben seinen Feldern wird gemulcht. Kein Platz fürs Niederwild. Heult beim Jäger rum, wenn er mal 3 Hasen auf seinem Feld sieht. Seine Felder sehen aus wie ein Schrebergarten. Hat sich bei mir ausgeweint, das die bösen Nachbarn von den Terrassen flüchten, wenn er mit der Feldspritze vorbeifährt. Auf die Frage ob diese vielleicht um Ihre Gesundheit fürchten könnten, antwortete er: Was soll ich denn sagen, wo ich doch den ganzen Tag damit arbeite.
    Bei ihm im Haus riecht die Holzverbrennungsanlage bestialisch über den Hausflur bis in die eigenen Wohnräume und das stört ihn nicht. Wenn seine Holzheizung mal wieder abstinkt hat er z.T. auch die Fenster zum Lüften auf.
    Hab ihm angeboten ihm eine neue Gasheizung zu schenken, wäre ihm aber im anschließenden Unterhalt zu teuer.
    Es gibt eben auch viele Menschen, die sich an solch einem Kaminqualm überhaut nicht stören. Die sitzen um ein Lagerfeuer im Qualm und das ist völlig in Ordnung für die.
    Die verstehen unser Problem überhaupt nicht. Ordnungsamt und Schornsteinfeger kannste alle vergessen.
    Rechtlich gibt es bei uns keinen Anspruch auf frische Luft und die Politik wird sich da nie ohne breiten Druck bewegen.

    • Tatsächlich ist wohl ein großes Problem in der Angelegenheit, dass der Geruch und die gesundheitlichen Aspekte viele Menschen gar nicht stören, ja. Im Gegenteil: nicht wenige finden, dass der Geruch eines Feuerchens ein “schöner Geruch” ist. Die mögen das auch, wenn sie es bei sich im Wohnzimmer riechen… Und zu viele lüften einfach auch zu selten, als dass ihnen der Gestank vor allem abends auffallen könnte. Wenn man aber aus Gründen, die an der Wohnung bzw dem eigenen Haus festzumachen sind (übermäßige Wärme, dichter Neubau, etc.) angewiesen ist darauf, viel zu lüften, was soll man da machen? Gerade diese kontrollierten Wohnraumlüftungen von Neubauten vertragen sich gar nicht mit dem Kamingestank. Das zieht alles dadurch rein, wenn die Ansaugung ungünstig liegt. Filter richten fast gar nichts aus und es gibt nach wie vor keine Sensoren, die den Gestank verlässlich messen und das Ding abschalten. Wenn ihr danach googled, findet ihr viele solcher Problemsituationen… Da stinkt dann schnell das ganze Haus nach dem Rauch.

      Ich finde, dass man es nicht komplett verbieten, aber um einiges einschränken sollte. Zum Beispiel wäre – vergleichbar mit dem Diesel und etwaiger Industrie – auch eine saftige Steuer pro Jahr angebracht dafür, dass die Luft mit einer Holzheizung oder einem Komfortofen/-kamin vergiftet wird. Dazu wäre ein verpflichtender Filter denkbar, der das Ganze minimiert. Dann sollte die Brennhäufigkeit auch reguliert sein, nur so und so viel mal pro Monat, wie es etwa bei offenen Kaminen ist. Dann sollte es einen “Kaminführerschein” geben, den man selbst bezahlen muss und ohne diesen man nicht heizen, geschweige denn so ein Ding überhaupt irgendwie in Betrieb nehmen darf. Und dann sollte es noch Regelungen dazu geben, dass z.B. in ohnehin schon für schlechte Luft anfälligen Gebieten wie dichte Wohngebiete in der Nähe von Autobahnen oder in Städten Holzheizen überhaupt nicht erlaubt ist, in keiner Form, auch keine Komfortfeuer im Sommer…

      All das würde das Ganze um einiges eindämmen, weil man a) nicht mehr richtig “sparen” könnte mit dem Verbrennen von ungeeignetem Müll und b) in sehr anfälligen Gebieten gar kein solcher Mist mehr erlaubt wäre. Aktuell kann ja jeder, wie er lustig ist…

  • Wenn ich das alles so lese verstehe ich einen weiteren Teil der Menschen nicht mehr.
    Ich stehe auf dem Standpunkt, was du nicht willst das man dir antut, das füge
    auch keinem Anderen zu.
    Einen Kamin der rumstinkt und aus Spaß an der Freude betreiben wird ist das Letzte.
    Diese Feuerschalen sollten auch verboten werden.
    Mein Nachtbar (Rentner mit viel Zeit) hat einen Kamin der seinen Pool beheizt.
    Donnerstags und Sonntag ist Badetag und Mittwochs und Samstags kann man
    Fenster öffnen vergessen. Das ganze Jahr über.
    Alles was nichts kostet wird rangekarrt und verfeuert.
    Ein Gespräch habe ich versucht, mit einem Dickkopf ist es aber nicht Möglich.
    Kein Geld für eine vernünftige Heizung ausgeben, aber einen Pool im Keller.
    Die Anderen Kaminbesitzer sind auch nicht ohne. Diese sind aber nur im
    Winter fleißig am Qualmen. Aber wie einer der vorherigen Mitleider schon geschrieben
    hat ist die Belästigung durch Brennmaterial Beschaffung der Nachbarn auch
    nicht ohne. Da wird schon mal bis 21.00 Holz gehackt und die Kettensäge geschwungen.
    Ich lobe mir die Bauern die damit es nicht auffällt wie viel Gülle sie in den Boden verklappen
    sich spezielle Güllewagen die direkt in die Erde verteilen angeschafft haben.
    Aber mir fällt es insgesamt auf das immer mehr Unsinn gemacht wird, weil es nicht
    geahndet wird. Eine Nachfrage beim Ordnungsamt was man gegen Qualmer machen kann,
    erzeugte die Frage: Was sollen wir den noch alles machen.
    Genug gejammert, es nutzt offensichtlich nichts. Aber bei einer Initiative gegen Geruchsbelästigung
    durch Kamine in Wohngebieten wäre ich dabei.
    Klare Luft hält den Verstand Klar.

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