Ein Flächenlos oder ein Reisschlag, was ist das eigentlich?

Know-How & Tipps

Ein Flächenlos ist eine markierte Fläche im Wald, die einem Käufer oder dem Ersteigerer vom Förster zugeteilt wird. In einigen Regionen Deutschlands nennt man es auch Reisschlag oder Schlagabraum. Flächenlose werden meist mit farbigen Pflöcken markiert um eine klare Abgrenzung zur angrenzenden Parzelle erkennen zu können.

Man erwirbt sich sozusagen das Recht, restliches verwertbares Holz auf dieser Fläche aufzuarbeiten und abzutransportieren.

Flächenlos

Flächenlos mit gefällten Buchen

Auf den Parzellen sind meist Reste der Baumkronen oder Teile von Stämmen verblieben, die für die Holzindustrie nicht interessant genug sind. Auch minderwertiges Nadelholz mit Parasitenbefall kann man schon mal als Flächenlos günstig erwerben.

Auf den zugeteilten Flächenlosen bleibt kaum Stammholz liegen, sondern fast nur Baumkronen, somit beansprucht die Aufarbeitung meist sehr viel Zeit. Wer diese Zeit für sich findet, schafft sich eine sehr preisgünstige Chance zur Brennholzbeschaffung.

Eine weitere Möglichkeit ist der Erwerb eines Durchforstungsloses. Hier werden die vom Förster markierten Bäume selber gefällt, aufgearbeitet und abtransportiert. Dieser Weg steht heute aber nur noch den Profis offen. Ein Durchforstungslos mit stehenden Bäumen wir an Privatleute fast nirgendwo mehr vergeben.

Fazit:

Ein Flächenlos oder Reisschlag bietet eine günstige aber arbeitsintensive Möglichkeit zur Brennholzbeschaffung.

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