Der Kamin qualmt: Ständig Ärger mit Nachbars Kamin

Know-How & Tipps

Fenster zu, es qualmt und stinkt aus dem Kamin

Wegen der ständig steigenden Energiepreise werden Kaminofen und Holzofen immer beliebter. Auch deshalb werden die Ordnungsbehörden und Schornsteinfeger immer häufiger zur Klärung von Beschwerden über qualmende und stinkende Kamine herangezogen.

Die Problematik der Geruchsbelästigung besteht meist darin, das viele Menschen einen Holzofen zum heizen kaufen, ohne auch nur ein quäntchen Grundwissen zur Befeuerung und zum Betreiben eines Kaminofens haben. Daraus resultieren zwangsläufig Qualmwolken die langsam aber stetig aus dem Kamin und dann durch Nachbars gute Stube ziehen.

Die Feinstaubbelastung der Umwelt steigt durch nicht sachgerechte Verbrennung enorm über die Grenzwerte an. Nicht selten werden solche Situationen von Nachbarn dokumentiert und zur Anzeige gebracht. Doch halt, es gibt zunächst noch einen einfacheren Weg:

Der Nachbar ist auch nur ein Mensch

Kamin qualmt

Nachbars Kamin qualmt

Ein klärendes Gespräch unter Nachbarn ist immer noch der erste und auch erfolgreichste Weg, den man zunächst zu gehen versucht. Versuchen sie gemeinsam mit dem Nachbarn die Ursache des qualmenden Kamins zu finden.

Meist ist der Grund für den Qualm nur nasses Holz, oder Papierbriketts, welche nicht richtig verbrennen, manchmal nur ein falsch eingestellter Luftschieber am Kaminofen. Die Triebfeder für den Ärger ist meist schnell gefunden.

Mein Nachbar sträubt sich:

Der Schornsteinfeger hilft

Führt ein klärendes Gespräch mit dem Nachbarn nicht zum messbaren Erfolg, führt der weitere Weg zum Bezirksschornsteinfegermeister. Der schwarze Mann findet meist die richtige Lösung und hilft dem Kamin auf die Sprünge bis der Schlot nicht mehr qualmt. Die meisten Kaminkehrer, aber auch schon diverse Ordnungsämter haben sich bereits Holzfeuchtemessegeräte angeschafft um der Ursache des qualmenden Schornsteins und einer erheblich erhöhten Feinstaubbelastung schnell auf den Grund gehen zu können.

Fünf mögliche Ursachen für einen qualmenden Kamin des Nachbarn:

  • Alter Kaminofen, der nicht mehr den neuesten Richtlinien entspricht
  • Der Nachbar verbrennt nasses Holz
  • Offener Kamin als Dauerbrenner
  • Verbrennung von lackiertem Holz
  • Verbrennung von Abfall und Müllresten und Kunststoffen
  • Falsche oder keine Luftzufuhr im Kaminofen

Wer nur trockenes Holz oder zugelassene Brennstoffe verbrennt, sich etwas Grundwissen über Kaminöfen und die Verfeuerung aneignet wird viel Spaß mit seinem Holzofen haben. Die Geruchsbelästigung beschränkt sich dann auf ein Minimum und die schwarzen Qualmwolken entstehen erst gar nicht. Der Nachbar ist zufrieden!

Zum Grundverständnis gehören zumindest Kenntnisse übers anheizen eines Kaminofens, zulässige Brennstoffe und deren Beschaffenheit, ebenso der emissionsmindernde und wirtschaftliche Betrieb eines Holzofens. Kenntnisse rund um die Brennholztrocknung sind natürlich gleichermaßen wichtig.

28 Kommentare… add one
  • lackmus

    Dieser Beitrag ist nur bedingt hilfreich.

  • Michael Gerwenat

    Mein Nachbar feuert mit Kohle, und wenn sie anfeuern dann Qualmt und stinkt es ca. 1,5 Stunden lang, es ist wirklich schlimm, man kann kein Fenster aufmachen, der ganze Hof stinkt
    Vor Jahren hatte ich einen Nachbarschaftsstreit, wegen einen Qualmenden und stinkenden Schornstein vom Nachbar.
    Der Schornsteinfeger wurde informiert und schaute sich den Schornstein und die Feuerstätte an, sein Urteil alles in Ordnung, er bat die Leute richtig zu Feuern und damit war die Sache für ihn Erledigt.
    Das ging nur ein paar Tage gut dann Qualmte es wieder beim anfeuern 1,5 Stunden lang.
    Mit der Zeit Dämmte ich mein Haus Verputze alles und Verpasste meiner Hinteren Fassade einen neuen Anstrich.
    Doch was Passiert der Nachbar fängt wieder an zu feuern, der Ganze Qualm zieht an meiner neuen Fassade vorbei und es Qualmt und Stinkt wieder 1,5 Stunden lang.
    Was tun? ich rief den Bezierksschornsteinfeger an und beschwerte mich deswegen bei ihm, und wollte Schadensersatz von ihm verlangen, wenn im Zuge des Qualms meine Fassade nach eine Jahr wieder neu gestrichen werde müsse, weil, er hat ja die Feuerstätte genehmigt, er meinte er könne nichts tun ich solle eine Anzeige beim Ordnungsamt machen, dann könne er etwas machen, gesagt getan ich machte eine Anzeige beim Ordnungsamt.
    Beim Nächsten anfeuern qualmte und Stinkte es wieder, und ich rief das Ordnungsamt an damit jemand sich das anschauen solle, es kam jemand nach zirka 1Stunde und 20Minuten vorbei Überzeugte sich selbst und Verschwand wieder.
    Am nächsten Tag rief ich das Ordnungsamt an und erkundigte mich der Dinge, die frau vom Ordnungsamt sagte zu mir das sie mit dem Schornsteinfeger gesprochen habe und er meinte er könne nichts machen.
    Meines Erachtens hat der Schornsteinfeger seinen Job Verpeilt und ist nicht mehr in seine Entscheidung Mündig.
    Was kann ich jetzt machen???

    • Klaus

      Hallo,
      zu Beginn würde ich immer das Gespräch mit dem Verursacher suchen um zu einer gütlichen Einigung zu gelangen. Ihren Ausführungen kann ich nicht entnehmen, ob schon ein Gespräch stattgefunden hat. Falls dies nicht hilft, würde ich bei einem spezialisierten Anwalt eine Rechtsauskunft einholen.

  • Urle

    Ein Hallo aus Lindenau,
    auch ich habe in meiner Nachbarschaft zwei Fälle wo jeder dieser Nachbarn bis zu 10 Stunden am Tag mit Holz und teilweise Abfällen heizt.
    Ich kenne viele derartige Fälle. Der Schornsteinfeger hilft da selten. Ändern wird sich für die Betroffenen erst etwas, wenn sich die Gesetze ändern. Die Bundesrigierung nimmt die Belastung der Umwelt und iher Bürger mit z.T. hoch giftigen Rauch u. Feinstaub gern in Kauf um Öl und Gasimporte zu sparen.
    Wenn jeder Ofenbesitzer 5.000 Euro Steuer im Jahr zahlen müsste, wäre der Spuck schnell vorbei und tausende Betroffene könnten wieder aufatmen. Ganz nebenbei würden in vielen Städten Deutschlands die Feinstaubwerte drastisch sinken, was auch eine Forderung unser Umweltministerien sein sollte.

    Auf das Thema angesprochen
    gibt es nur eine kurzfristige oder keine Besserung.
    Beider Nachbarn sind Rentner und heizen nicht aus Geldmangel sondern aus purer Langeweile ggf. aus Bosheit. Sie wissen genau, dass ihr Verhalten die Nachbarn nervt.

    • Malle

      @Urle: …Wenn jeder Ofenbesitzer 5.000 Euro Steuer im Jahr zahlen müsste, wäre der Spuck schnell vorbei…
      A: .. und jeder Dieselfahre 10.000 Euro pro Jahr – dem werden sicherlich die Diesel-Fahrer nicht zustimmen, denn sie können ja nichts dafür ????

  • Müller

    Autos müssen mit einen Kat ausgerüstet sein, warum darf der Nachbar auf Teufel komm raus meine Atemluft verpesten.???

  • Grohmann Karl-Heinz

    Auch wir haben das Problem. Wenn ich in den Garten gehe, muß ich
    wegen des Gestanks wieder ins Haus gehen und alles verriegeln. Mein Nachbar heizt ein 350 m2 Haus ausschließlich mit Holz. Umweltamt und Kaminkehrer wurden eingeschaltet. Zwecklos. Kaminkehrer meint alles i.O. Holzfeuchte wird zweimal in der Zeit von 5 bis 7 Jahren gemessen.
    Ich habe den Kaminkehrer gefragt ob er mich verarschen will. Ein Vorgänger vom jetzigen Kaminkehrer hatte auf meine Beschwerde geantwortet : Ich bin doch nicht blöd und sag da was, der kann sich doch sofort einen anderen Kaminkehrer nehmen. Wenn man sich das ganze Gerede mit den Abgaswerten bei Volkswagen anschaut, muß man sich fragen ob beim Umweltamt sowie bei den Kaminkehrern eine ähnliche Baustelle ist. Interessant ist aber, daß man gegen diese Art von Umwelt Verschmutzung im Augenblick nichts tun kann. Armes Deutschland.

  • Gerhard Grebien

    Der Schornsteinfeger meint man solle ein Protokoll erstellen und nachweisen wann der Kamin stinkt, ev. auch Fotos machen. Alles gemacht und es passiert nichts. Er sagt wir müssen abwarten.
    Kann mir einer sagen welche Behörde zuständig ist? Ich fühle mich in meiner Gesundheit bedroht. Es stinkt nicht nur, nein ich muss meinen Garten und meine Terrasse verlassen um nicht durchzudrehen. Ich bin fast am Ende. Einige Gespräche mit dem Nachbarn haben überhaupt nichts gebracht, er stinkt, rust und gefährdet mich weiter.
    Hat jemand einen guten Tipp für mich?
    Ich währe sehr dankbar.
    GG

    • Katja Harper

      Hallo,
      ich mache seit zwei Jahren die gleiche Erfahrung. Keiner fühlt ich zuständig. Habe zunächst mehrere freundliche Gespräche mit dem Nachbarn geführt, war beim Ordnungsamt, beim Landratsamt, habe mit dem Ortsvorsteher gesprochen, habe die freiwillige Feuerwehr dagehabt … Es tut sich nichts. Der Schornsteinfeger sagt, er habe alles kontrolliert und nichts zu beanstanden. Alle gaben mir den Rat, mich an einen Rechtsanwalt zu wenden. Ich habe mich bereits erkundigt, die Aussicht darauf in einem solchen Fall Recht zu bekommen ist sehr gering… Viele Grüße von Katja Harper

    • EberhardUns

      Uns geht es ganz genau so, es ist einfach widerlich und zehrt an den Nerven…

  • schroeder

    Wenn die Gesundheit bedroht ist, Gesundheitsamt einschalten, ggfls. via Hausarzt mit Attest.
    Je mehr Personen umso besser.
    Gruß Schroederman

  • Martina

    Hier in Schuby bei Schleswig haben wir eben das Problem, im Winter abends kann man garnicht hinausgehen weil man sonst erstickt. Im Sommer heizen und grillen die Nachbarn ohne Rücksicht. Meist stinkt es dann nach Holz und extrem nach Brennspiritus. Könnten nicht gesetzlich Zeiten vorgegeben werden. Danach ist doch Allen genüge getan.

  • Erhan

    Ich hatte das selbe Problem mit meinem Nachbarn, ständig war der schlecht drauf und zuerst wusste ich gar nicht wieso. Bis er eines Tages wütend die Klingel penetrierte und sich bei mir vor der Haustür ausgekotzt hatte. Verständlicherweise rief ich den örtlichen Schornsteinfeger und ließ ihn meinen Ofen und den Schornstein komplett reinigen, kleine Kunststoffteilchen und Verschmutzungen waren die Ursache. Seitdem gibts keine Probleme mehr, habe mich natürlich bei meinem Nachbarn entschuldigt. 🙂

  • thurm

    Hallo auch mein Nachbar qualmt und Stink der Kamin den Ganzen Tag, Fenster aufmachen kannste vergessen auf Terrasse gehen kannste vergessen, Alten Kartoffelsack beiim in den Kamin stecken, sonst is wohl keine lösung in sicht

  • Suschenko

    Also unser Kamin ist diesen Februar abgenommen worden. Wir heizen den ganzen Winter. Unser Nachbar meinte jetzt der Kamin wäre zu tief, da er nicht lüften kann. Er hat sich aber selber in seinem Fussballalkoholikerschuppen nebenan ein Ofen gesetzt wo seine Edelstahlabzugsrohre 3 m tiefer liegen als mein Kamin und jetzt? Gebe da garnichts drauf. Punkt 1- Wir sin Mieter. Punkt 2- prozentual liegt unser Holz vom Trockenheitsfaktor voll im Soll. Punkt 3- Vielen ist nur langweilig….außer es qualmt ununterbrochen..da geh ich mit. ANSONSTEN korrekt befeuert ist alles gut… Besinnliches Fest an Alle

  • Regina

    Es ist schon paradox. Unsere Winter werden immer wärmer und trotzdem heizen immer mehr Menschen regelmäßig mit Holz. Es sind mittlerweile mehr als 15 Millionen Haushalte und die Tendenz ist stark steigend. Das Mittelalter lässt grüßen.
    Auch wir haben Nachbarn, welche 8 Monate im Jahr ihren stinkenden Kaminofen täglich! von morgens bis zum späten Abend betreiben. Rücksichtnahme ist für diese Menschen ein Fremdwort. Da wird auch von CO2-Neutralität gefaselt (was ein Witz ist) und davon, dass das Heizen mit Holz die sauberste Art des Heizens ist. Es ist zum totlachen.
    Nach neuesten Zahlen (WDR Aktuelle Stunde) sterben jährlich 2500 Menschen allein an den krebserregenden Abgasen von Kaminen und Kaminöfen. Das ist in zehn Jahren eine Kleinstadt!!!
    Aber man kann sich die Dinge natürlich auch schönreden, so wie einige Leute es hier tun. Von Einsicht keine Spur. Sobald es an die Komfortzone der Menschen geht, ist es vorbei mit Rücksicht, Einsicht und Co. Bloß auf nichts verzichten. Ein Feuerchen im Kamin ist ja soooo schön.
    Ich arbeite in einer Apotheke und habe jeden Tag verzweifelte Mütter vor mir stehen, deren Kinder!!! an chronischen Atemwegserkrankungen leiden. Auch hier ist die Tendenz stark steigend. Woher kommt das wohl, liebe Holzheizer?
    Da spricht die Politik von weiteren Plaketten und Fahrverboten für Autofahrer – und die Holzheizer? Die dürfen weiter ihre krebserregenden Abgase in die Luft blasen.
    Wie wäre es mit einer saftigen Steuer auf Holzöfen? Wer die Luft verpestet, soll zumindest zahlen! Und der Fiskus hätte auch seine Freude daran.
    Auch der wertvolle Rohstoff Holz ist viel zu billig zu haben. Auch hier eine saftige Steuer drauf! Eine Art Luxussteuer! Bei den Autofahrern geht es doch auch!
    Auf der Insel Helgoland wurde, wegen der schlechten Luft, das Heizen mit Holz verboten. Daraufhin gab es ein Bürgerbegehren, weil die Holzheizer sich in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt fühlten. Daraufhin wurde das Verbot leider wieder aufgehoben. Da wären wir wieder beim Thema Komfortzone…
    Ich empfehle allen die Dokumentationen „Die Holzlüge“ und „Auf dem Holzweg“.
    Und das Gerichtsurteil A2. 3029 / 08 LG Dortmund vom 3. April 2009.
    Auch unter „Deutsche Umwelthilfe“ und „Clean heat“ bekommt man sehr gute Informationen.

    • Jutta

      Danke Regina, Du sprichst mir aus der Seele. Die Gesundheit des Einzelnen, vor allem der Kinder wird wissend auf’s Spiel gesetzt.

      Ich werde hier auch seit Monaten zugeräuchert. Dem Schornsteinfeger ist das Problem bekannt, er sagt es ist falsches Heizverhalten. Das Ordnungsamt könne nichts tun, das Umweltamt will auch nichts tun. Meine Hausbewohner stört es, die sind aber zu bequem um sich mit mir zusammen zu tun. Reden mit dem Hauptverursacher hat auch nichts gebracht. Ist doch Sch… alles…

      Was ich zu dem Thema im Netz gefunden habe, Chancen gleich Null alleine etwas zu erreichen. Das sagte das Ordnungsamt auch. Vor 14 Tagen hatten wir 3 Tage sehr nebliges Wetter. Ich bin hier fast zusammengebrochen. Mir war übel, der Kreislauf hat Scheibe gespielt, ich hatte Atemnot! Vor lauter Verzweiflung habe ich mir dann umgehend einen Luftreiniger angeschafft, der auf jeden Fall Linderung bringt.

      Hauptsache die ganzen Holzheizidioten um mich herum können Geld sparen und ich darf es meiner Gesundheit zuliebe ausgeben. Ich hoffe die verrecken alle an ihrem eigenen Feinstaub, ehe es unschuldige Menschen und vor allem die Kinder trifft. Was ich mich frage… riechen die das nicht selber? Lüften die nie oder wie?

      • karl

        Ich wohne auf dem Dorf wo überwiegend mit Holz geheitzt wird und oft mit unerträglichem Gestank. All das Gesagte über Schornsteinfeger, Ordnungsamt , Gesundheitsamt trifft auch bei mir zu 100% zu.Ein Anruf beim Umweltbundesamt scheint auch nichts zu bringen, die Beschwerde wurde nur aufgenommen , wird wohl im Sande verlaufen.Das einzigste was helfen könnte wäre einen Bund der Holzfeuerungs-Geschädigten zu gründen. Wie heißt es doch – zusammen sind wir stark!

    • Oliver Scholtz

      der wertvolle Rohstoff Holz ist in der Tat viel zu billig, aber das ist wohl politisch auch so gewollt, damit über die “nachwachsenden Rohstoffe” Nachhaltigkeit und eine Reduzierung des CO2 Ausstoßes vorgegaukelt werden kann – es gibt sogar eine Holzpelletquote die erfüllt werden muss. Da wird viel mehr gefällt als in der Zeit nachwachsen kann und so verschwinden immer mehr Hecken und mit ihnen die Vögel und anderen Bewohner… und die Feinstaubwerte steigen.

  • real

    Über den Bezirkschornsteinfeger ist nicht viel zu holen und wenn der sein Okay gibt, macht die Stadt selber nichts.

    Da hilft nur eines. Man muss über Bande spielen. Man sollte eine regelmäßige Messung der Feinstaubbelastung durchführen und bei nachgewiesenen stark erhöhten Werten, die Stadt per Anwalt zu einem Aktionsplan bewegen. Es dürfen ja jetzt auch Privatpersonen diesen Schritt gehen laut EU.

    Ihr werdet nicht glauben, wie schnell die Stadt aktiv werden kann. Und es ist billiger als mit dem Verursacher einen Rechtsstreit anzufangen. Ist doch besser, wenn die Stadt das tun muss. 🙂

  • Jo

    Man kann es wirklich nicht mehr hören. Die meisten dieser Menschen hier sind wahrscheinlich so welche die von der Stadt geflohen und auf’s Land gezogen sind um in idyllischer Umgebung zu leben. Leider haben diese Leute aber kein Interesse am Landleben. Außer der rauchenden Kamine gibt es auch kein Verständnis, das Sonntags mal ein Traktor fährt, die Kuh oder Kirchenglocken läuten ein Hahn kräht oder es nach Stall riecht.
    Alle die wirklich gesundheitliche Probleme haben sind nicht angesprochen und ich denke mit etwas gutem Willen wird sich dort eine Lösung finden.

  • Regina

    Seht Euch bitte die folgende Seite des Umweltbundesamtes an:

    Emissionen aus Kleinfeuerungsanlagen in Wohngebieten

    Auch geschlossene Kaminöfen sollten nicht regelmäßig betrieben werden, weil sie durch die Emissionen die Gesundheit in der Nachbarschaft stark belasten können. In der Rechtsberatung wird häufig auf ein Gerichtsurteil verwiesen, in dem eine Häufigkeit des Betreibens von Kaminen und Kaminöfen von bis zu 8 mal im Monat eine obere Zumutbarkeitsgrenze darstellt, die Zumutbarkeit richtet sich aber auch nach der Dichte der Bebauung in der Umgebung.

    Es gibt dieses Gerichtsurteil und darauf könnt Ihr Euch berufen. Und wenn es nicht anders geht, dann müsst Ihr die Verursacher eben verklagen. Es geht um Eure Gesundheit!!!

  • Eberhard

    Gibt es eine Möglichkeit online eine Seite einzurichten, auf der alle ihre durch Holzheizungen belasteten Probleme darstellen könnten und sich gemeinsam wehren könnten?

  • helmut block

    Ich wohne in der Mitte ,und rund um zu Nachbarn ,die mit Holz heizen. Ich kann kein Fenster öffnen um zu lüften ,denn egal von welcher Seite der Wind kommt ,der Rauch kommt zu mir .Früher zog der Rauch noch steil hoch ,aber neuerdings waagerecht in meine Fenster .Der Schornsteinfegermeister hat die Holz-Feuchte schon bei den Nachbarn gemessen ,waren OK .Was kann ich unternehmen ?

  • Oliver Scholtz

    Ich habe auch das Problem, daß genau in Süd-Westlicher Richtung von meinem Schlafzimmerfenster ungefähr auf gleicher Höhe der Kamin des Nachbarn liegt der der fast rund um die Uhr raucht und stinkt – lüften ist Glücksache, wenn ich Pech habe und kurz raus gehe habe ich nach ein paar Minuten eine Räucherkammer…
    Wenn man bedenkt, daß die Schadstoff- und Feinstaubbelastung enorm hoch ist, sollte es doch Möglichkeiten geben, daß sich alle Betroffenen zusammentun und die Politiker zwingen endlich entsprechende Gesetzesänderungen vorzunehmen, die den Gesundheitsschutz mehr, bzw. überhaupt berücksichtigen !
    Wenn man bedenkt, wie strikt die Gesetzgebung beim Nichtraucherschutz ist, ist es doch lächerlich, daß diese viel größere gesundheitliche Belastung einfach ausgeblendet wird !!!
    Hab es so satt mir meine Lebensqualität so einschränken zu lassen, damit der Nachbar günstig heizen kann und die Politik Nachhaltikeit vorgaukeln kann !!
    Ein anderes Problem bei diesen ganzen neuen Holzpelletanlagen ist nämlich die “Produktion”/Beschaffung des Holzes dafür.
    Immer mehr Wallhecken an Äckern verschwinden und die Vögel finden immer weniger Nistmöglichkeiten – Thema Singvögelsterben – ich habe mich hierzu mit einem Zuständigen Bezirksvertreter zu einer solchen Fällaktion unterhalten und er hat zugegeben, daß eigntlich vorgesehen sei 50 Meter zu fällen, dann 50 Meter stehen zu lassen usw. – das sei aber nicht wirtschaftlich ! Außerdem gäbe es Holzpelletquote die jedes Jahr erfüllt werden müßte…
    So verschwinden die wertvollen Hecken im Schredder, damit sie anschließend ungefiltert verheizt werden können… Jedes Jahr sterben an den Folgen von Feinstaub 65000 Menschen in Deutschland und die manipulierten Dieselfahrzeuge sind wohl eher nur ein kleiner Teil des Problems…
    Höchste Zeit für einen Zusammenschluss aller Betroffenen !

  • Hema

    Wie schön dass es jetzt viele Menschen gibt, denen diese enorm belastende Stinkerei auffällt. Ich war 2012 im Winter das erst mal so richtig Krank, so einen Husten kannte ich noch nicht. Ursache war ein nachts mit Kohle heizender Nachbar. Ich ich hatte das Fensten im beim Schlafen immer auf Kipp. Seitdem sind die Winter Glückssache. Der Nchbar war 2012 auch nicht besonders ansprechbar wegen der Situation, auch nicht der Schornsteinfeger… die dachten ich wäre verrückt. Jetzt entsteht eine kleine Gegenbewegung und vielleicht wird es mal zu einer “Lobby”. Gerade aktuell muffelt der Nachbar wieder Nachts mit seinem Dauerkohlegestank. Diesmal ist das Thema aber bekannter und ich werde wieder einen Versuch starten und das Leben wieder gesünder zu machen.

  • Andreas Z.

    Wir haben hier in der Eifel auch einen tollen Nachbarn.
    Das ganze Haus wird mit Holz gewärmt. Bis vor zwei Jahren auch das ganze Warmwasser.

    Es nervt nur noch:
    Holz in den Garten fahren – Lärm
    Holz spalten, bevorzugt in der Mittagszeit oder am Wochenende – Lärm
    Holz mit der Kreissäge kleinmachen – immer mittags – Lärm
    Und dann feuern – Gestank

    Der Typ scheint ein Kleinkraftwerk zu haben, der Schornstein ist bestimmt drei Meter hoch und zwei Meter mal einen im Format.
    Wenn der damit anfeuert, dann gute Nacht.
    Tonnenweise Papier dazu, man riecht es und dann qualmt und stinkt es
    die ganze Nachbarschaft voll. Im Winter drei bis vier Mal am Tag.
    Besonders angenehm bei leicht regnerischem Wetter, da qualmt es dann runter und in den Höfen bleibt der dicke Qualm hängen.
    Wer dann mal gerade ein Fenster aufhat, hat den Gestank in der Bude.
    Damit die Herrschaften es also schön warm haben, dürfen hier zehn Anwohner leiden.

    Wie gesagt, früher wurde noch Wasser damit gemacht, im Sommer war das ganz toll – heiße Nächte, man hat die Fenster auf – und um 5.30 Uhr flogen die Leute reihenweise aus den Betten, weil dort Duschwasser gemacht wird.
    Irre.

    Sind auch sonst ziemlich rücksichtslose Zeitgenossen.
    Illegal Abfall im Garten verbrennen, sonntags Flex anschmeissen, Hauptsache die sind mit ihrem Kram durch.
    Man könnte einen Anwalt alleine auf die ansetzen.

    SO lernt man Menschen hassen.

    Die Tage, Wochen und Monate, die einem solche Zeitgenossen – ich weigere mich MITMENSCHEN zu sagen – mit Belästigung in Form von Lärm oder Gestank (und an manchen Tagen beides gleichzeitig) kaputtgemacht haben,
    können einem nie wieder ersetzt werden.

    Aber Hauptsache mit Holz heizen.

  • Käthe Koch

    Da Schornsteinfeger und Gemeinden machtlos sind. Es stinkt als würde Gummi verbrannt. In der Schweiz hat man jetzt die Asche untersucht und ist dahinter gekommen was alles verbrannt wird.

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