Brennholztrocknung – Finde hier die richtige Methode und den idealen Brennholzunterstand

Brennholz

Brennholz kann auf vielfältige Art und Weise getrocknet und gelagert werden. Am effektivsten für den privaten Kaminliebhaber hat sich die Brennholztrocknung in der so genannten Gitterbox oder einer Holzmiete erwiesen.

Mit diesen Methoden ist eine schnelle, effiziente und preisgünstige Trocknung möglich. Der Artikel Brennholz lagern aber richtig gehört auch noch zum weiterführenden Thema.

Welche Methode zum Brennholz trocknen ist die geeignetste?

Weitere Möglichkeiten eigenes Brennholz zu trocknen bietet ein Holzunterstand, eine Holzmiete, ein vorhandenes Carport oder die professionelle Kammertrocknung auf Honorarbasis.

1. Brennholztrocknung klassisch unter dem Brennholzunterstand

Brennholztrockung auf Europaletten

Brennholztrockung auf Europaletten

Wer gerne bastelt, findet im Netz sicher eine Bauanleitung um selber einen Brennholzunterstand zu bauen. Heizen mit Holz ist ein Hobby und auch deshalb ist ein kleines Brennholzlager meist schnell zusammen gezimmert, vielleicht auch als Anbau an einem bestehenden Gartenhaus oder Garage. Wenn der Brennholzunterstand etwas hermachen sollte, muß man schon ein wenig Geld investieren, ein zusammengeschusterter Taubenschlag soll es ja nicht werden.

Vier Metallhülsen, die in den Boden geschlagen werden, bilden das Fundament für die aufgehenden Pfähle. Die Pfähle an der Regenseite werden mit Holzzaunelementen verschlagen und als Dach dient Bitumen-Wellpappe. Schnell und einfach von jedem Handwerker herzustellen und perfekt für die Brennholztrocknung.

2. Brennholztrocknung in der Garage

Eine Trocknung von Kaminholz in geschlossenen Räumen ist de facto nicht möglich! Auch in gut belüfteten Garagen oder Kellerräumen bildet sich Schimmel während der Trocknungszeit auf den Brennholz Oberflächen. Eine Garage oder ein Kellerraum ist allenfalls dazu geeignet, die oberflächliche Restfeuchte des Schlagregens ein paar Tage vor dem Verbrennen vom Kaminholz verdunsten zu lassen. Eine durchgehende Brennholztrocknung ist in geschlossenen Räumen nicht möglich.

3. Brennholztrocknung unter dem Carport

Viele nutzen die nicht genutzten Ressourcen eines vorhandenen Carports um ihr Brennholz zu trocknen. Diese Art der Brennholztrocknung ist sehr effizient, da keine zusätzlichen Gebäude errichtet werden müssen. Lediglich ein paar zusätzliche Stützpfeiler um dem Brennholz eine Stütze zu geben und fertig.

Wenn möglich, sollte man sein Brennholz zur Wetterabgewandten Seite stapeln. Falls das nicht möglich sein sollte, bietet sich auch die Möglichkeit einige preisgünstige Holzflechtzäune als seitlichen Regenschutz zu montieren. Wichtig ist eine gute Durchlüftung.

4. Die Gitterbox als effizienteste Möglichkeit der Brennholztrocknung

Die Gitterbox hat sich als äußerst effizient zur Trocknung von Brennholz erwiesen. Es gibt verschiedene Varianten von Gitterboxen. Zum eine die Euro-Gitterbox, dann die DB-Gitterbox und einen auf Euro-Palette montierten IBC Kunststoffcontainer. Nach Entfernung des Kunststofftanks bleibt eine prima Gitterbox für die Brennholztrocknung übrig. Bitte lesen sie dazu den separaten Artikel > Gitterbox zur Brennholztrocknung

5. Eine Holzmiete selber bauen zum Brennholz trocknen

Eine Holzmiete selber bauen mag zwar im ersten Moment die preisgünstigste Lösung zu sein, sein Brennholz zu trocknen, aber man sollte die Zeit nicht vernachlässigen, die man zum Aufbau benötigt. Nicht nur die Zeit spielt hier eine große Rolle, sondern auch das nötige Know-How.

Wenn man zum ersten Mal solch eine Holzmiete errichtet sollte man sich vorab gründlich informieren, sonst kann es passieren, das die Holzmiete drei Mal einstürzt, bevor man das Dach geschlossen hat. Eine prima Seite um sich über den Aufbau einer Holzmiete zur Brennholztrocknung informieren kann, bietet die Seite Holzmiete .de

6. Kammertrocknung: Künstliche Brennholztrocknung in der Trockenkammer

Die vielen Bedenken gegen eine Brennholztrocknung in einer Trockenkammer sind oft nicht ausreichend sachlich begründet. Der Konsens vieler Meinungen dazu ist folgender: Das Holz wird von innen nicht richtig trocken, schimmelt nach dem Aufstapeln und man kann den richtigen Heizwert des Brennholzes nicht ausnutzen, weil das Holz noch nass ist.

All diese Bedenken kann man völlig außer acht lassen. Eine korrekt durchgeführte künstliche Kammertrocknung bringt eine Restfeuchtigkeit im Brennholz von 20 % und weniger hervor.

Krämer und Partner haben dazu Versuche unternommen, wer Interesse hat, kann sich dort über die Kammertrocknung von Kaminholz informieren.

7. Brennholz Meterscheite unter freiem Himmel trocknen

Besonders im süddeutschen Raum sieht man fast hinter jedem zweiten Haus einen Stapel mit aufgeschichteten Meterscheiten. Diese Methode kann man allenfalls zur Vortrocknung von Brennholz nutzen. Ein Feuchtigkeitsgehalt von unter 22% ist hier ohne Abdeckung gegen Regen kaum zu erreichen.

Diese Art der Brennholztrocknung ist ziemlich ineffizient. Zum einen, weil der Arbeitsprozess des Sägens ein zweites Mal durchgeführt werden muß, zum anderen, weil der Spaltprozess von Meterstücken erheblich mehr Kraftaufwand und und ein erschwertes Handling beansprucht. Als viertes Argument kommt noch der erschwerte, unhandliche Transport von Meterstücken hinzu. Aber die Bayern werden schon ihre Argumente haben. :-))

8. Baustahlmatte oder Viereckgeflecht auf Europaletten

Neben der klassischen Euro Gitterbox oder IBC Container gibt es auch die Möglichkeit zum Eigenbau einer Brennholzbox aus Baustahlmatten oder Viereckgeflecht auf Europaletten.

Die Baustahlmatte wird in den Maßen der Palette gekantet und die Enden werden abgeschnitten und verschweißt. Anschließend wird die Baustahlmatte mit stabilen Drahtkrampen an der Europalette befestigt.

Eine etwas andere Vorgehensweise ist folgende: Eine Baustahlmatte wird einfach kreisrund auf vier zu einem Rechteck verlegte Europaletten mit Krampen befestigt. Die Enden werden wiederum verschweißt oder verdrillt. Wenn man eine preisgünstige Lösung sucht, kann man als Dach oder Abdeckung eine LKW Plane Nutzen.

9. Schleppdach als Brennholzunterstand

Dachüberstände, heruntergezogene Dächer oder ein Schleppdach sind in klassischer Weise ideale, weil schon vorhandene Herbergen zur Trocknung von Brennholz. Besonders die vom Regen abgewandte Seite eignet sich in hervorragender Weise, auch wenn der Dachüberstand nur knapp einen halben Meter über die Wände hinausragt. Falls nur eine Schicht Brennholz gestapelt wird, benötigt man hier auch keine zusätzliche Abdeckung von oben.

Fazit:

Jeder kann für sich eine passende Möglichkeit für einen Brennholzunterstand finden. Wie man sieht, gibt es vielfältige Lösungen zur Brennholztrocknung.

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