Beil – Forstbeil – Gränsfors Beile

Forstzubehör

Das Beil wurde in früheren Jahren vielfach als Forstwerkzeug genutzt. Das Beil unterscheidet sich von einer Axt durch ein geringeres Gewicht des Beilkopfes und einen kürzeren Stiel. Wegen des geringeren Gewichtes und dem kurzen Stiel ist das Beil nur einhändig zu führen.

Gränsfors Beile – pure Handarbeit

Bevor Beile und Äxte industriell als Massenware hergestellt wurden, hat der ansässige Dorfschmied im Schmiedefeuer das Beil von Hand geschmiedet. Handgeschmiedete Beile sieht man heute wieder mehr und mehr. Viele Hobbyschmiede stellen nebenBeil / Forstbeil Messern auch wieder Äxte und Beile in Handarbeit her. Auch Beile aus Damaszenerstahl werden heutzutage wieder öfter nach historischen Vorlagen geschmiedet. Die Firma Gränsfors Bruks aus Schweden fertigt Beil und Axt in hervorragender Qualität bis heute in Handarbeit.

Das Beil in verschiedenen Ausführungen

Forstbeil / Gränsfors Beil – Bruks Kubben

Dass Forstbeil hat seine Aufgabe als Forstwerkzeug längst an die Motorsäge abgegeben und wird nur noch selten zum Fällen von Bäumen genutzt. Einzig bei Wettbewerben wird es noch zu Demonstrationszwecken beim Baumfällen eingesetzt.

Gränsfors fertigt unter dem Namen Gränsfors Bruks Kubben in Handarbeit ein kleines Forstbeil mit einem Kopfgewicht von 450 Gramm. Dieses Forstbeil ist ein perfektes Utensil nicht nur für Trekking und Outdoor-Fans.

Spaltbeil

Das Spaltbeil findet bis heute noch Verwendung bei der Herstellung von Anmachholz für Kaminöfen in Privathaushalten oder in der Landwirtschaft. Es besitzt einen großen Kopf mit ausgeprägtem breitem Keil und wird einhändig geführt. Brennholz mit dem Beil zu spalten ist allerdings sehr mühsam, da sollte man sich lieber eine Spaltaxt oder einen Holzspalter gebraucht kaufen.

Feuerwehrbeil

Regelmäßig tragen die Feuerwehrleute in Deutschland noch ihr Feuerwehrbeil, dieses gehört immer noch zur persönlichen Ausrüstung eines Feuerwehrmannes. Das Feuerwehrbeil besteht aus einem kurzen Stiel, der Kopf gliedert sich in Keil und Dechsel. Mit der Dechsel können Hydranten oder Hydrantenverschlüsse geöffnet werden.

Bildhauerbeil

Das Bildhauerbeil ist nur einseitig angeschliffen und wird sowohl für Links als auch für Rechtshänder angefertigt. Durch seine lange gebogene Schneide mit sehr flachem Anschliff und auslaufender Zehe ist es geeignet zum Schnitzen und bearbeiten von Skulpturen und andern größeren Objekten aus Holz.

Herbertz Remington Outdoor Beil / Campingbeil

Die Outdoor und Camping Fans müssen sich nicht mehr mit schweren langen Beilen rumschlagen. Es gibt nun auch für sie ein handliches kleines Herbertz Beil für den Outdoor und Camping Bereich.

Dieses neue Campingbeil aus der Serie Excursion ist schwarz eloxiert mit dunklem Kunststoffgriff und aus rostfreiem 440A Stahl gefertigt. Zum Einschlagen von Zeltheringen kann es ebenso benutzt werden, wie zum Kleinholz hacken fürs Lagerfeuer.

Fiskars Beil – Freizeitbeil x5 / 500

Außergewöhnlich bei dem Fiskars Freizeitbeil ist die unlösbare Befestigung des Beilstiels mit dem Beilkopf. Der Axtkopf ist vom Kunststoffstiel fest umschlossen und kann sich nicht selbstständig lösen. Diese unlösbare Verbindung dient primär der Sicherheit, aber auch der wartungsarmen Langlebigkeit dieses Beils.

Hackbeil Knochenbeil

Der Metzger benutzt täglich das Hackbeil oder Knochenbeil für seine Tätigkeit. Es ist aus dem Metzgerhandwerk nicht wegzudenken. Zum Zerteilen der Kotteletestränge oder zum Durchtrennen stärkerer Knorpel oder Sehnen wird das Hackbeil ständig eingesetzt. Durch seinen recht stumpfwinkligen, balligen Anschliff hält es auch dem Durchschlagen ganzer Knochen stand. Gängige Bezeichnungen sind auch Fleischerbeil oder Metzgerbeil. Eine weitere frühe Abwandlung des Metzgerbeils ist das Tüllenbeil. Namensgeber war hier die Tülle zur Aufnahme des Stieles.

Tischlerbeil

Das Tischlerbeil hat seinen Ursprung im Blockhausbau in Schweden. Speziell wird es dort dazu benutzt, aus einer Blockbohle die Aussparung für die Eckverbindungen zu entfernen. Weiter dient das Tischlerbeil zur Herstellung von groben Holzdübeln im Blockhaus-Bau.

Wetterlings Beil – Kompakt-Beil

Zum Einpacken in jeden Rucksack ist das Wetterlings Kompakt Beil mit seinem kurzen Stiel aus amerikanischem Hickory Holz und schwedischem Stahl. Handgeschmiedeter Stahl kommt auch bei den Wetterlings Produkten zum Einsatz. Bei einer Stahlhärte von ca. 58 HRC Rockwell ist dieses Beil ein solides Handwerkszeug.

Wiesenbeil

Prägende Konstruktionsmerkmale des Wiesenbeils sind die überaus lange Schneide und ein sehr langer Stiel. Das ist zwar recht ungewöhnliche Merkmale für ein Beil, wenn man sich die Tätigkeiten betrachtet, die damit ausgeführt wurden, wird es um so mehr verständlich. Das Wiesenbeil wurde genutzt von Wiesenbauern, um in Wiesen und Feldern damit Gräben für den Wasserabfluss zu schlagen.

Zimmermannsbeil

Ein Zimmermannsbeil gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, entsprechend angepasst an die jeweilige Landsmannschaft und Zunft. Eine Eigenart des Zimmermannsbeils ist die bei fast allen Arten vorkommende Klaue zum Nägel ziehen, diese ist ähnlich ausgeprägt, wie die Klaue eines Nageleisens.

Für Fachwerkhäuser

Ebenfalls typisch für das Zimmermannsbeil ist der einseitige Anschliff der Schneide. Entsprechend gibt es Beile für Linkshänder so wie für Rechtshänder. Der Sinn des einseitigen Anschliffs liegt in der Technik des “Beilens” von Dachstuhl oder Ständerwerk. Auch beim Bau von Fachwerkhäusern werden besonders gerade und winklige Konstruktionen durch ein einseitig angeschliffenes Zimmermannsbeil erreicht.

Wurfbeil

Ein Wurfbeil oder auch die Wurfaxt dient heute (fast) nur noch sportlichen Zwecken, zumindest in der modernen zivilisierten Welt. Speziell für Wurfzwecke designte Beile werden sowohl mit zweischneidigen als auch einschneidigen Axtköpfen gefertigt. Ein kurzer stark gebogener Stiel unterstützt die Möglichkeit des präzisen Beilwurfes.

Beil schärfen

Ein Beil egal in welcher Form, ob Zimmermannsbeil oder Spaltbeil lässt sich mit einfachen Mitteln leicht selber schärfen. Man fährt mit einem japanischen Wasserstein (Wasserschleifstein) mit Kunststoffgriff so lange und abwechselnd über jede Schneidenseite, bis ein Grat entsteht, dann ist das Beil scharf. Grobe Scharten schleift man mit einem grobkörnigen Stein (Körnung 200-300) als erstes heraus, danach wird mit einem feineren Stein (Körnung 800-1500) nachgearbeitet.

Nicht mit der Flex schleifen

Keinesfalls sollte man ein Beil mit schnell rotierenden Werkzeugmaschinen (Flex oder Bandschleifer) schleifen. Der Stahl glüht aus und der Stahl verliert seine Härte. Es gibt es spezielle japanische Wassersteine mit Kunststoffgriff zum Schleifen und Schärfen von Handbeil und Axt.

Zusammenfassung
Das eine Beil für jeden Zweck gibt es nicht! Wer ein Beil kaufen möchte, muss schon wissen, für welchen Zweck es eingesetzt werden sollte. Es gibt verschiedenste Beile, für verschiedenste Tätigkeiten, Arbeitstechniken und Zwecke abgestimmt. Details über das Fallbeil wollen wir hier nicht besprechen, das Kriegsbeil lassen wir schön eingegraben, und die Streitaxt überlassen wir den Indianern.

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